Es gibt viele historisch bemerkenswerte Tage, die ausgewählt werden können, um den „Lucid Dreaming Day“ zu feiern. Die Wahl ist jedoch auf den 12. April gefallen, um die Wertschätzung für die bahnbrechende Forschung von Dr. Keith Hearne auszudrücken, der am 12. April 1975 als erster das Klarträumen wissenschaftlich nachweisen konnte.
Dr. Hearne hatte die fantastische Idee, den Umstand der schnellen Augenbewegungen während eines Traums (Rapid Eye Movements, REM) zu nutzen, um eine Nachricht direkt aus einem Klartraum in die wache Welt zu senden.
In Zusammenarbeit mit einem erfahrenen Klarträumer (Alan Worsley) gelang es ihm schließlich, (mithilfe eines Elektrookulogramms oder EOG) einen vordefinierten Satz von Augenbewegungen aufzuzeichnen, die aus Worsleys Klartraum heraus signalisiert wurden. Dies geschah am Morgen des 12. April 1975 gegen 8 Uhr morgens. Dr. Hearne notierte:
„Suddenly, out of the jumbled senseless tos and fros of the two eye-movement recording channels, a regular set of large zigzags appeared on the chart. Instantly, I was alert and felt the greatest exhilaration on realizing that I was observing the first-ever deliberate signals sent from within a dream to the outside. The signals were coming from another world – the world of dreams – and they were as exciting as if they were emanating from some other solar system in space.“
Hearnes EOG-Experiment wurde offiziell durch die Veröffentlichung in der Zeitschrift „The Society for Psychical Research“ anerkannt. Leider blieb die Veröffentlichung seiner Arbeit weitgehend unbekannt.
Einige Jahre später (1983) führte Dr. Stephen LaBerge das gleiche Experiment zur Augensignalisierung an der Stanford University durch. Bei dieser Gelegenheit erhielt LaBerge die gewünschte wissenschaftliche Bekanntheit und begann eine lebenslange Karriere auf dem Gebiet der Klartraumforschung. Bis heute wird ihm oft fälschlicherweise zugeschrieben, dass er der erste gewesen sei, der die Existenz eines Klartraums wissenschaftlich bewiesen hat.
Natürlich haben beide Forscher auf dem Gebiet eine bedeutende Rolle gespielt, und es ist wichtig, dass wir alle ihre Beiträge anerkennen. Die Entscheidung den 12. April zum „Lucid Dreaming Day“ zu wählen, ist jedoch ein Zeichen der Anerkennung für die frühen Forschungen von Dr. Keith Hearne.